Soljanka

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Woche 6 – es geht abwärts!

Schon wieder ist eine Woche vorbei – und mein Körper bunkert nicht mehr Wasser wie blöd. An 5 von 7 Tagen war ich brav, und es zeigt sich auch auf der Waage. Am Sport muss ich allerdings noch arbeiten, was momentan aber schwierig ist, da mich seit Samstag eine Erkältung ins Bett gezwungen hat. Inzwischen geht’s aber gesundheitlich aufwärts und gewichtsmäßig abwärts mit dem neuen Tiefststand von exakt 72 Kilogramm und einer Abnahme von exakt einem Kilo in der letzten Woche.

Xəmraşı

Bei Xəmraşı (gesprochen: »Chämrasche«) handelt es sich um eine aserbaidschanische Nudelsuppe mit Fleischbällchen und Bohnen. Die goldene Farbe und den orientalisch-verführerischen Touch verdankt sie Safranfäden, und die Diättauglichkeit einer leichten Änderung des Rezepts: weniger Nudeln und mehr Fleisch und Bohnen.

Nährwerte (pro Portion)

Brennwert 401 kcal (1678 kJ)
Fett 9,1 g
Kohlenhydrate 53,6 g
davon Zucker 2,8 g
Eiweiß 23,3 g
Alkohol 0 g
Wasser 0,6 Liter
Ballaststoffe 6,6 g
Broteinheiten (BE) 4,5

Zutaten (pro Portion)

50 g Faschiertes vom Rind (Rinderhackfleisch)
1 TL Vollkornmehl
½ TL Koriandersamen, gemahlen
½ TL Kreuzkümmel, gemahlen
½ TL Zimt, gemahlen
½ TL Salz
ein paar Fäden Safran
50 g breite Vollkorn-Bandnudeln
100 g Wachtelbohnen, gekocht oder gedämpft (Dose)
500 ml Rinderbrühe
nach Geschmack frischer Koriander

Zubereitung

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen.

In einem zweiten Topf die Rinderbrühe zum Kochen bringen, den Safran zugeben und die leicht köcheln lassen.

Für die Fleischbällchen das Fleisch mit Mehl, Koriander, Kreuzkümmel, Zimt und Salz zu einer glatten Masse kneten und kleine Bällchen formen. Im Salzwasser ca. 10 Minuten kochen. Im selben Topf die Bandnudeln nach Packungsanleitung kochen.

In einem Suppenteller Nudeln, Fleischbällchen und Bohnen anrichten, mit der Safran-Rinderbrühe übergießen und mit frischem Koriander servieren.

Mahlzeit & nuş olsun!

Woche 5 – Wasser, Wasser, Wasser

Diese Woche nur ein kurzes und verspätetes Update, weil es nicht viel zu Berichten gibt. Beim Essen war ich brav, aber mein Körper ist momentan zyklusbedingt der Meinung, Wasser einlagern zu müssen. Daher nur wenig Abnahme, ein aufgeschwemmtes Äußeres und ein zu kleiner BH. Ich hoff mein Körper lässt das Wasser bald wieder los!

Beschbarmak

Beschbarmak gilt als das Nationalgericht Kasachstans. Eigentlich gehört es mit Pferdefleisch zubereitet, ich habe mich jedoch für Rindfleisch entschieden – obwohl ich gleich um′s Eck vom besten Pferdefleischer der Stadt wohne – da ich mich kulinarisch mit Pferd nicht wirklich anfreunden kann. Irgendwie hat das Fleisch etwas Süßelndes im Abgang, das mich gruseln lässt. Also Rindsvieh, das passt immer.

Beschbarmak ist ein typisches Gericht der kasachischen Küche, die sich nicht unbedingt durch eine Fülle an Gewürzen und kulinarische Rafinesse auszeichnet. Sie ist das lukullische Abbild der traditionellen kasachichen Kultur: ein reitendes Nomadenvolk, das vor allem auf Fleisch und Milchprodukte zurückgreift.

Die typische Beilage zu Beschbarmak sind große Nudel-Fleckerl aus Weißmehl, nachdem ich das aber möglichst weglassen möchte, habe ich sie durch geschnittene Dinkel-Vollkorn-Lasagneblätter ersetzt. Der leicht nussige Geschmack passt perfekt zu Fleisch und Dill.

Nährwerte (pro Portion)

Brennwert 496 kcal (2078 kJ)
Fett 20g
Kohlenhydrate 27 g
davon Zucker 2,1 g
Eiweiß 51,8 g
Alkohol 0,0 g
Wasser 0,2 Liter
Ballaststoffe 0,7 g
Broteinheiten (BE) 0,3

Zutaten (pro Portion)

200 g mageres Rindfleisch, in dünne Streifen geschnitten
100 g gekochte Dinkel-Vollkorn-Lasagneblätter
1/2 Stk. weißer Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten
nach Geschmack Salz, Pfeffer, Piment
1 Stk. Lorbeerblatt
1 TL frische Petersilie
1 TL frischer Dill
1 TL Sauerrahm oder Schmand
1 TL neutrales Pflanzenöl, z.B. Rapsöl
100 ml Rinderbrühe

Zubereitung

Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Häfte der Zwiebelringe und das Fleisch darin anbraten, bis beides leicht gebräunt ist. Salz, Pfeffer und Piment zugeben und einige Sekunden mitbraten, bis die Gewürze duften. Mit der Rinderbrühe aufgießen, das Lorbeerblatt zugeben und kochen lassen, bis das Fleisch weich ist.

Die Lasagneblätter in Stücke von ca. 5×5 cm schneiden und auf einem Teller anrichten. Das Fleisch darauf verteilen und mit Sauerrahm, Zwiebelringen, Dill und Petersilie servieren.

Mahlzeit & Асың дәмді болсын (As‌ıng dämdi bolsın)!

Chartscho

Chartscho wird in der wunderschönen georgischen Schrift ხარჩო geschrieben und ist eines der bekanntesten Gerichte der georgischen Küche, das sich in allen Nachfolgestaaten der Sowjetunion größter Beliebtheit erfreut. Sogar Wladimir und Olga Kaminer haben in ihrem Buch »Küche totalitär – Das Kochbuch des Sozialismus« Chartscho eine eigene Geschichte gewidmet.

Wobei handelt es sich nun bei dem sagenumwobenen und vielgepriesenen Chartscho? Um eine Suppe. Jedoch nicht um irgendeine Suppe, sondern eine gschmackig-scharfe Mischung aus Fleisch, Reis, Tomaten und einer ganz speziellen Gewürzmischung, dem »Chmeli Suneli«. Dahinter verbirgt sich eine Mischung aus Koriander, Dillspitzen, Basilikum, Lorbeerblatt, Majoran, Bohnenkraut, Estragon, einer Spur Safran bzw. Saflor und schwarzem Pfeffer sowie Minze. Wer diese nicht selbst zusammenpantschen möchte, kann die fertige Gewürzmischung im russischen Supermarkt seines Vertrauens erwerben, z.B. hier von der Marke »Wostotschnaja Magija« (= »östliche Magie«).

Nährwerte (pro Portion)

Brennwert 438 kcal (438kJ)
Fett 22,3 g
Kohlenhydrate 30,7 g
davon Zucker 16,1 g
Eiweiß 25 g
Alkohol 0 g
Wasser 0,4 Liter
Ballaststoffe 5,8 g
Broteinheiten (BE) 2,6

Zutaten (pro Portion)

100 g Faschiertes Rindfleisch (Rinderhack)
1 EL Olivenöl
1/2 weiße Zwiebel
1 Stange Staudensellerie, klein gewürfelt
1 Stück Karotte, klein gewürfelt
1 EL Granatapfelkerne, frisch
200 g geschälte Tomaten aus der Dose
1 TL Chilipulver
1 EL Zitronensaft
1 EL frische Petersilie
300 ml Rinderbrühe
1 EL Vollkornreis, gekocht
1 TL Chmeli-Suneli-Gewürz

Zubereitung

Das Fleisch mit dem Olivenöl und den kleingeschnittenen Zwiebeln anbraten. Wenn das Fleisch und die Zwiebeln leicht gebräunt sind, das Gemüse kurz mitbraten, mit Rinderbrühe aufgießen und die Granatapfelkerne, die Tomaten, das Chilipulver und das Chmeli-Suneli-Gewürz hinzufügen. Kochen, bis das Gemüse gar ist.

Mit Zitronensaft abschmecken. Den Reis in einen Suppenteller geben, mit der Suppe übergießen und mit frischer Petersilie servieren.

Mahlzeit & გემრიელად მიირთვით (Gemrijälad miertwit)!